28. Woche (Gedicht zum neuen Jahr 2012): Der Unfall (gewidmet Antje)

Ich geb mein Bein nicht gerne her,
ich geb mein Bein nicht jedem her,
denn ohne Bein ists Gehen schwer.
Und auch beim Stand fehlts Bein doch sehr,
denn ohne Bein ists Leben schwer,
drum geb ich Bein nicht gerne her.

Ich geb die Hand nicht gerne her,
ich geb die Hand nicht jedem her.
denn die fehlt dann beim Schreiben sehr.
Und auch das andre fällt dann schwer,
denn ohne Hand ists Leben schwer,
drum geb ich Hand nicht gerne her.

Ich geb mein Glück nicht gerne her,
ich geb mein Glück nicht jedem her,
denn wenn die Schuld dann nicht mehr drückt
kommt auch das Glück vielleicht zurück,
denn ohne Glück ists Leben schwer,
drum geb ich Glück nicht gerne her.

Ich geb mein Lachen nicht gerne her,
ich geb mein Lachen nicht jedem her,
denn fast wärs Lachen im Hals erstickt,
dann hat ich doch noch zweimal Glück,
denn ohne Lachen ists Leben schwer,
drum geb ich Lachen nicht gerne her.

Ich geb die Tränen nicht gerne her,
ich geb die Tränen nicht jedem her.
Doch dann wars da das Tränenmeer,
denn ich liebs Leben doch viel zu sehr,
doch dann wars da das Tränenmeer,
drum geb ich Tränen so gerne her.

Video zu sehen unter:
www.gedicht-zum-neuen-Jahr.de

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